Der Bericht macht aus Aufzeichnungen Schätzungen und Vergleiche. Um ihn richtig zu lesen, solltest du drei Dinge auseinanderhalten: Ergebnisse, die aus deinen eigenen Daten berechnet wurden, Werte aus einer Referenz und Abschnitte, für die die vorhandenen Informationen nicht ausreichen.
Das Tagebuch wird zuerst geprüft#
Für die Berechnungen zählen nur Tage, an denen das Essen ausreichend detailliert erfasst wurde. Ein einzelner Snack oder eine einzelne Mahlzeit macht noch keinen vollständigen Tag. Unvollständige Tage bleiben im Verlauf sichtbar, werden aber nicht wie vollständige Aufzeichnungen behandelt.
Der erste Bericht wird freigeschaltet, sobald mindestens 20 vollständige Tage im Ernährungstagebuch und Gewichtsdaten an mindestens 10 verschiedenen Tagen innerhalb eines 30-Tage-Zeitraums vorliegen. Wie genau die einzelnen Abschnitte sind, bleibt trotzdem unterschiedlich: Eine Berechnung wird weggelassen oder gekennzeichnet, wenn ihre eigene Datengrundlage nicht ausreicht.
Erhaltungskalorien bleiben eine Schätzung#
Wenn die Aufzeichnungen ausreichen, vergleicht Calk die erfasste Kalorienzufuhr mit dem Gewichtstrend und zeigt eine Schätzung der Erhaltungskalorien mit einem Unsicherheitsbereich.
Wenn die persönlichen Daten nicht ausreichen, verwendet Calk eine Berechnung auf Basis der Mifflin-St-Jeor-Formel und eines Aktivitätsfaktors. Der Bericht gibt an, welche Methode verwendet wurde. Keines der beiden Ergebnisse misst den Stoffwechsel direkt.
Nährstoffe werden mit Referenzwerten verglichen#
Vitamine und Mineralstoffe werden mit den Referenzwerten der EFSA für das jeweilige Alter und Geschlecht verglichen. Der Prozentwert beschreibt, wie viel davon an einem durchschnittlichen vollständigen Tag im erfassten Essen enthalten war.
Der Prozentwert beschreibt das Tagebuch. Er kann weder eine ausreichende Nährstoffversorgung bestätigen noch einen Mangel diagnostizieren.
Die beiden Lebensmittel-Scores beantworten unterschiedliche Fragen#
Die Nährstoffdichte-Matrix vergleicht die Lebensmittel, die du erfasst hast. Für jedes Lebensmittel addiert sie den Beitrag pro 100 g bei Eiweiß, Ballaststoffen sowie neun Vitaminen und Mineralstoffen und zieht dann gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz ab. Jede Komponente ist gedeckelt, damit ein einzelner Extremwert das Ergebnis nicht dominieren kann. Das ist die NRF11.3-Anpassung von Calk auf Basis des veröffentlichten NRF9.3-Ansatzes Fulgoni 2009.
Die Vielfaltskarte hat eine andere Aufgabe. Die Farbe zeigt, ob ein Lebensmittel im Monat vorkam. Ihre kleinere Zahl ist ein vorab berechneter Score über ein breiteres Spektrum an Nährstoffen, mit einem zusätzlichen Bonus für Pflanzenstoffe bei Obst und Gemüse. Sie hilft, Vorschläge innerhalb einer Lebensmittelgruppe zu ordnen; sie ist keine persönliche Gesundheitsnote.
Beide Scores beschreiben Lebensmitteldaten pro 100 g. Keiner sagt aus, wie viel du von diesem Lebensmittel essen solltest, und keiner ersetzt das vollständige Muster aus Mahlzeiten, Portionen und medizinischem Hintergrund.
Was der Bericht nicht wissen kann#

- Calk kann kein Essen sehen, das nicht erfasst wurde.
- Portionen im Restaurant und Zubereitungsdetails können vom Eintrag abweichen.
- Ein Foto kann die genaue Menge an Öl, Sauce oder Zucker nicht bestimmen.
- Ein Ernährungstagebuch kann keine Laboruntersuchungen, keine Diagnose und keine fachärztliche Betreuung ersetzen.
Jeder Bericht endet mit Anmerkungen, die die wichtigsten Kennzahlen erklären, und einer Liste der Berechnungen, die ausgelassen werden mussten. Sieh dir drei Seiten aus einem Beispielbericht an.
iOS & Android — bald verfügbar
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